Hellraiser
Die junge Riley gelangt an eine mysteriöse Box mit einem übernatürlichen Hintergrund.
Hellraiser ist eine Horrorfilm-Reihe, die aus inzwischen elf Filmen besteht und mit Pinhead eine ikonische Figur mitbringt. Trotz des Erfolgs der ersten Teile und des Kultstatus unter Genrefans erreichten die Filme bzw sein Antagonist nicht eine solche Popularität, wie Michael Myers, Freddy und Jason. Vermutlich hat es deswegen mit dem Reboot auch so lange gedauert.
Horrorfilme zeichnen sich häufig nicht durch eine ausgefeilte Charakterzeichnung oder große Schauspielleistungen aus. Das gilt auch für den neuen Hellraiser. Weder Riley noch ihre Freund:innen waren für sonderlich interessant. Dafür schreien sich die Figuren viel zu häufig unnötigerweise an. Immerhin gibt es angenehm selbstverständlich ein schwules Paar. Interessanter als die Protagonist:innen ist die Wahl einer Schauspielerin für Pinhead. Die Präsenz ist da, allerdings war mir das Design der Zenobiten zu clean.
Das gilt auch für die Optik des ganzen Films. Es gibt einige schicke Einstellungen und die Kulisse des großen Hauses macht einiges her aber der Film wirkt trotz der Brutalität etwas blutleer und zu sauber. Statt auf praktische Effekte wird viel auf CGI gesetzt, was den sauberen Look noch verstärkt. Dafür sind die Effekte größtenteils gelungen und gegen Ende wird erfreulicherweise all in gegangen.
Das Hellraiser Reboot ist zwei Stunden lang und ich verstehe nicht ganz wieso. Die Handlung ist relativ simpel und nimmt sich leider viel zu viel Zeit für Erklärungen. Obendrauf kommt dann noch ein Twist, der wirklich extrem vorhersehbar ist.
Fazit: Endlich wieder ein Hellraiser Film mit Budget und gewissem Stilwillen aber neues hat der Film nicht zu bieten.