Marvel Studios Legends
Black Widow ist auf der Flucht
21 Filme hat es gebraucht, bis das erste Mal eine Superheldin im MCU einen eigenen Film bekam. Bei aktuell 33 MCU Filmen sind Captain Marvel, the Marvels und Black Widow die einzigen drei MCU Filme mit Titelheldinnen. Umso ärgerlicher, dass das Pre-Sequel zu Black Widow so ein enttäuschender Film geworden ist, der mir im Rewatch nochmal etwas weniger gefallen hat.
Scarlett Johansson, Florence Pugh, Rachel Weisz und David Harbour sind vier tolle Darsteller:innen, die eine tolle Chemie haben. Besonders das Zusammenspiel von Johansson und Pugh als Schwestern ist wirklich gelungen. Tragischerweise stiehlt Florence Pugh der eigentlichen Hauptdarstellerin immer wieder die Show. Yelena ist die interessantere Figur und Pugh bringt nochmal mehr Energie in den Film. Lediglich Ray Winstone spielt einen MCU typischen 0815 Bösewicht ohne Profil und Taskmaster hat auch kein Mensch gebraucht.
Black Widow orientiert sich klar an klassischen Agent:innen- und Spionagefilmen. Einige Sequenzen können fast eins zu eins aus der Mission Impossible Reihe oder den Bourne Filmen stammen. Fast, denn während die Vorbilder kompetent inszenierte Action oder eine spannende Handlung bieten, fehlt Black Widow beides. Die Action ist zu beliebig und das Finale strotzt nur so vor grauenhaften CGI. Der Gefängnisausbruch und die Infiltration des roten Raums hätten wirklich coole Sequenzen sein können, sein müssen. Die Geschichte und die "Twists" sind leider viel zu vorhersehbar und kommen ohne Highlights aus.
Fazit: Lieber Hawkeye schauen und sich über die Auftritte von Florence Pugh freuen