Ginger Snaps
Ein Werwolf-Film, der aber eigentlich ein Coming-of-Age Drama ist. Nicht nur das, es ist wahrscheinlich der sowohl beste Werwolf- und Coming-of-Age Film, den ich jemals gesehen habe.
Dir beiden Hauptdarstellerinnen haben Perfekte Chemie. Katharine Isabelle spielt die ältere und hübschere Schwester und Emily Perkins die jüngere und unbeliebtere Schwester. Man sollte meinen, der sich verändernde Part sollte schwerer sein, aber Emily Perkins räumt mit ihrem Schauspiel alles ab. Sie spielt perfekt das seltsame Anhängsel, das Angst hat weil alle sich verändern und man selbst noch Kind bleibt. Die Chemie zwischen beiden ist perfekt und man kauft ihnen das Geschwistersein ab.
Wie hier die Ideale und Stereotype behandelt werden ist ebenfalls einfach so einfallsreich, dass es einem ganz natürlich vorkommt. Nach einer Nahtod Erfahrung passieren seltsame Dinge und das Einzige, worüber man nachdenkt ist das eine haarige Brust schlimm ist. Und nur Leute, die den Film gesehen haben verstehen, was ich meine, wenn ich sage, dass der Film Stereotype begräbt.
Es hört nicht auf, der Film geht auch noch auf Drogenmissbrauch ein und zeigt es mit in das Werwolf-Thema eingebunden.
Es gibt ein paar faul geschriebene Szenen, dumme Charakterentscheidungen und Plotholes aber alles in allem ist die Story ziemlich gut. Es geht um das Erwachsenwerden, Menstruation und das Seltsamsein. Es gibt keine billigen Jumpscares und es kommr Spannung sowie Grusel auf. Das war tatsächlich das Letzte, mit dem ich gerechnet habe.
Zudem ist der Film ziemlich blutig und zeigt mit vielen praktischen Effekten seine frühe 2000er Ästhetik.
'An American Werewolf in London' ist zwar makellos aber nicht perfekt. Der Film reibt sich nicht, überschreitet nie seine Grenzen und nutzt nie sein volles Potential. 'Ginger Snaps' tut all das.
Dieser Film hat jegliche Erwartungen übertroffen.