Good Will Hunting
"und was ist wenn ich nicht mehr mit dir schlafe bis du mir deine besten Freunde vorgestellt hast"
Good Will Hunting ist wohl einer, wenn nicht der, poetisch schönste Film den ich bisher sehen durfte. Matt Damon und Ben Affleck ist es gelungen, eine Geschichte zu erschaffen, die so tiefgründig und menschlich erzählt wird, dass sie weit über die Grenzen des klassischen Dramas hinausreicht.
Ich persönlich sehe viele Parallelen zu der Schullektüre "Der Trafikant" von Robert Seethaler, wobei sich Good Will Hunting jedoch vom historischen Hintergrund des Zweiten Weltkriegs löst und auf fiktive, aber mindestens ebenso tiefgehende Figuren wie etwa Sean Maguire statt realer Persönlichkeiten wie Sigmund Freud setzt. In seiner Eigenpoesie gelingt es Good Will Hunting, die Geschichte zugleich mit einer größeren Leichtigkeit und einer emotional-psychischen Tiefe zu erzählen, wie sie Robert Seethaler für mich nicht in gleichem Maße erreicht.
Matt Damon schafft es in seinem möglichen Magnum Opus, einen Charakter zu verkörpern, der für den einfachen Zuschauer zugänglich genug ist, zugleich jedoch eine so tiefgründige Charakterentwicklung durchläuft, dass er auf mehreren Ebenen berührt und zum Nachdenken anregt.