Obsession
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"well i guess the good thing about a closed book is i get to read it from the start"
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Die größte Stärke von Obsession liegt für mich paradoxerweise genau dort, wo viele andere den Film kritisieren würden: im Low-Budget-Charakter. Gerade weil vieles nicht perfekt poliert wirkt, fühlen sich die Dialoge und schauspielerischen Leistungen erstaunlich echt an. Die Reaktionen der Figuren haben etwas Ungekünsteltes, beinahe Dokumentarisches. Statt wie Schauspieler zu wirken, die einen Konflikt darstellen, fühlen sie sich oft wie reale Menschen an, die mitten in diesem Konflikt stecken.
Besonders aufgefallen ist mir dabei Inde Navarrettes Performance, die für mich problemlos mit deutlich größeren Produktionen (und Margaret Qualley) konkurrieren kann.
Lange Zeit war ich mir tatsächlich nicht sicher, ob Obsession für mich wirklich die hohen Bewertungen rechtfertigen würde. Der Film ist über weite Strecken erstaunlich zurückhaltend und lebt deutlich mehr von Atmosphäre als von seinen eigentlichen Horror-Elementen.
Was jedoch sehr gut funktioniert, betrachtet man dieses einzigartige uncanny design von Nikki, welches besonders in den bedroom Szenen besonders zum Horror des Filmes beigetragen hat.
Und dann kommt dieses knochenzusammenzuckend lassende "kill me".
Das war einer dieser seltenen Momente, bei denen ich wirklich körperlich zusammengezuckt bin. Nicht wegen eines billigen Jumpscares, sondern weil der Film die gesamte vorherige Laufzeit genutzt hat, um dieses Gefühl des Unheimlichen immer weiter aufzubauen.
Erst im letzten Viertel zeigt Obsession dann endgültig, warum er für mich bei 4,5 Sternen gelandet ist. Die grafischeren und deutlich gorigeren Bilder kommen plötzlich mit voller Wucht und treffen dadurch umso härter. Was vorher nur unterschwellig unangenehm war, wird auf einmal sichtbar.
#horror#hot people#ov#crashouts#couple goals#english sub