

Solide Doku mit vielen alten Originalaufnahmen, die aber doch recht oberflächlich bleibt, wenig Aufschlussreiches über die Musikindustrie preisgibt und den erzwungenen Ausstieg von David Desrosiers kaum thematisiert. Für Fans sehr unterhaltsam, für alle anderen nur begrenzt empfehlenswert.

"La La Land" ist eine überraschende wie gelungene Rückbesinnung auf das große, gefühlige Hollywood-Epos, wie es heutzutage eigentlich nicht mehr gedreht wird. Keine Spur von Zynismus, politischer Korrektheit oder irgendwelchen stilistischen wie narrativen Experimenten. Stattdessen: große Gesten, große Gefühle, eine klassische, fast schon altmodische Liebesgeschichte. Es ist erstaunlich, wie es Damien Chazelle schafft, seine Figuren und Erzählung jederzeit Ernst zu nehmen und auf Spur zu halten, trotz der gefährlich kitschigen Szenen. Und etwas anderes ist ebenfalls interessant: Chazelles L.A. wird als bilderbuchartiger Märchenort inszeniert, der völlig aus der Zeit gefallen wirkt. Das trifft auch auf seine Figuren zu, die noch echte Überzeugungen, Werte und Passionen haben und bereit sind, dafür zu kämpfen, auch wenn sie längst der Vergangenheit angehören. Narrativ und Machart von "La La Land" verschmelzen zu einem erstaunlich konservativen Film, der das totgeglaubte Hollywood-Kino wiederbelebt.

Die Miniserie ist dank des schnellen Pacings extrem kurzweilig und Robin Wright als toughe, superreiche Karrierefrau (erinnert an ihre Rolle in House of Cards) perfekt besetzt. Besonders überraschend, atmosphärisch oder fesselnd wird "The Girlfriend" aber nie, dafür ist die Serie zu kalkuliert und auf ein möglichst breites, überwiegend junges Publikum ausgelegt. Auf Dauer nervt es einfach, wenn jedes der glattpolierten Bilder mit TikTok-Songs unterlegt wird und dadurch Spannung verloren geht. Trotzdem bleibt man bis zum unsinnigen Finale gerne dran - catchy ist die Serie leider.

Die Prämisse ist extrem spannend, der Einstieg fantastisch und zieht sofort rein. Aber danach? Verliert sich der Film in seinen stylischen wie unterkühlten Bildern. Kein Funke springt mehr über und selbst einige konsequente, harte Szenen, die eigentlich schockieren müssten, lassen den Zuschauer seltsam kalt. "Possessor" friert alle Gefühle ein, auch die des Betrachters.