TÁR
**Weirde power dynamics in einer lesbischen Beziehung - noch nie gesehen!
**(jk)
Um Tár wirklich zu verstehen, muss man die gesamten 2 1/2 Stunden konzentriert dabei bleiben. Denn die Essenz von Társ Persönlichkeit, also Opportunismus, Prätention, pseudo-intellektuelles Gehabe, sowie Unkreativität und Unoriginalität – schimmert in nahezu jeder Szene durch, manchmal aber halt auch erst in Kombination mit anderen Szenen. Deswegen muss man diesem Film eben wirklich seine/ihre volle Aufmerksamkeit schenken (die hat er aber auch verdient).
Wir begleiten diese eben beschriebene grundsympathische Figur auf einer Reise des moralischen Verfalls, der Durchlebung einer Egomanie, Ausnutzung von Machtgefällen, und des langsamen (2 1/2 Stunden halt) kompletten durchdrehens.
Und auch erwähnenswert: Diese Person wird von einer teilweise deutsch-sprechenden Cate Blanchett gespielt (ist das Patriotismus, was ich hier spüre?), die natürlich wieder ne oscar-worthy Performance gibt.
Der Film war so gut, dass ich eine ernsthafte Review schreibe(!)
Dingende Empfehlung an jede/-n, der/die 2 1/2 Stunden nix zu tun hat.