Anora
Das war ein unsagbar besonderes Seherlebnis. Und noch nie konnte ich einen Film so sehr in seinen drei Akten seperat beurteilen.
Akt 1
Er war wirklich interessant in seiner Aufmachung. Die Musik und der Schnitt haben hier eine Instagram-Ästhetik durchgesetzt, die zwar einen klaren Zweck hat, hier aber vieeeel zu lange durchgezogen wird. Vor allem die Musik war gewöhnungsbedürftig und erinnerte stark an Shows wie GZSZ 💀. Hätte man den ganzen Spaß an dieser Stelle um eine halbe Stunde gekürzt, würde der Anfang nicht so negativ in Erinnerung bleiben, denn ich musste mich dann doch wirklich durchquälen
Akt 2
Ach. Du. Kacke. Dieser Akt ist ungelogen eine der besten Kinoerfahrungen, die ich je gemacht habe. Man denkt buchstäblich man sitzt im falschen Film, denn hier wird stilistisch ganz neu aufgetragen. Und am ehesten lässt sich das beschreiben als eine Mischung aus Mockumentary (Borat kommt mir hier in den Sinn), Road Movie und vor allem eins: Kömodie. Oh mein Gott war das lustig, wirklich alle habe ich ganz oft lachen hören. Ich bin ja ein Riesenfan von Situationskomik und bin deswegen wirklich sehr auf meine Kosten gekommen.
Akt 3
Schwer zu sagen was ich hiervon hielt und wie ich das Ende bezeichnen würde. Melancholisch und leicht schnulzig trifft es am ehesten. Hier spielt die wohl beste Filmfigur des Jahres eine große Rolle, aber mehr möchte ich nicht dann doch nicht vorwegnehmen.
Und als Person mit russischen Wurzeln war das auch nochmal dreimal so witzig und ich habe zu den Dialogen einen völlig anderen Bezug gehabt, da ich auf die Untertitel verzichten konnte, einfach super spaßig 🕺🏻
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