John Wick: Chapter 4
Hier ein Review zu John Wick: Kapitel 4 (2023):
⸻
Handlung & Tempo
„John Wick 4“ setzt direkt nach den Ereignissen von Teil 3 an. Wick befindet sich weiterhin auf der Flucht vor der Hohen Kammer, diesmal mit einem klaren Ziel: endgültige Freiheit. Der Film erweitert die Mythologie des Wick-Universums deutlich, indem er neue Figuren und Orte einführt – von Paris über Berlin bis Osaka.
Das Tempo ist trotz der fast dreistündigen Laufzeit bemerkenswert straff: Action-Setpieces wechseln sich mit ruhigeren, fast opernhaften Momenten ab. Die Länge mag für manche Zuschauer etwas fordernd sein, wird aber durch die visuelle Wucht und den ständigen Spannungsaufbau getragen.
⸻
Inszenierung & Action
Regisseur Chad Stahelski treibt die stilisierte Action auf ein neues Level: • Kameraarbeit: Längere Plansequenzen und eine Top-Down-Schießerei (fast wie aus einem Videospiel) stechen heraus. • Kampfkoreografie: Brutal, kreativ, aber nie chaotisch – eine Mischung aus Martial Arts, Gun-Fu und Stunts, die die Serie berühmt gemacht haben. • Visuelles Design: Neonlichter, gotische Architektur und die präzise Farbgestaltung lassen viele Szenen wie bewegte Gemälde wirken.
⸻
Figuren & Schauspiel • Keanu Reeves: Minimalistische Dialoge, dafür maximaler Körpereinsatz. Reeves zeigt erneut völlige Hingabe an die Rolle. • Donnie Yen als blinder Assassine Caine ist ein Highlight – charismatisch, witzig, aber auch tragisch. • Bill Skarsgård verkörpert den Marquis als arroganten Gegenspieler, der John Würde und Menschlichkeit absprechen will. • Nebenrollen wie Hiroyuki Sanada, Shamier Anderson und Ian McShane geben dem Film zusätzliche Tiefe.
⸻
Themen & Atmosphäre
Unter der Oberfläche geht es um Ehre, Opferbereitschaft und die Unmöglichkeit, Gewalt zu entkommen. Trotz der Überhöhung bleibt ein melancholischer Kern: John Wick ist eine tragische Figur, die Freiheit immer teuer bezahlen muss.
⸻
Kritikpunkte • Die Laufzeit von knapp 3 Stunden ist für einen Actionfilm ungewöhnlich lang und könnte für manche ermüdend sein. • Die starke Stilisierung mag nicht jedem gefallen – wer eher realistische Action sucht, könnte sich überfordert fühlen.
⸻
Fazit
„John Wick 4“ ist das bisher epischste Kapitel der Reihe – ein Mix aus eleganter Bildsprache, kreativer Action und einer fast mythischen Erzählweise.Für Fans ist es ein Fest, für Actionkino generell ein moderner Referenzpunkt.
⭐ Bewertung: 9/10