Tenet
Ein beeindruckend guter Film, den ich trotzdessen, dass ich ihn nicht 100%ig durchblickt habe, unfassbar mitreißend und interessant finde. Es ist ein sehr starker Genremix, welcher es schafft dem Publikum einige „Brotkrumen“, in Form von Zusammenhängen zu geben, die den Zuschauer intelligent fühlen lassen, aber auch einiges bietet, was man erst bei erneutem Schauen des Films versteht. Das Konzept von quasi zwei Zeitlinien war toll umgesetzt und hat mir persönlich sehr gefallen. Der Score von Ludwig Göransson ist auch richtig gut und schafft es die Intensität an einigen Punkten auf ein neues Level zu heben. An anderen Stellen dient der Score aber auch als zusätzliches Erzählmittel oder verwirrt den Zuschauer noch mehr. Schauspielerisch mochte ich am meisten Robert Pattinson. Dieser spielt einen sehr ruhigen und mysteriösen Charakter, der aber keineswegs stoisch wirkt. Visuell ist es halt ein Nolan-Film, also oberes Ende vom Spektrum, auch wenn ich diesen hier für den stilistisch schwächsten, mir bekannten, Nolan-Film halte, was aber auch dem geschuldet ist, dass hier das Konzept und der Protagonist die klaren Hauptkonzentrationspunkte sind. Hier wird aber auch insgesamt eine andere Art von Monumentalem gezeigt, als in anderen Filmen vom britischen Regisseur. Es ist eher ein monumentales Konzept, als ein monumentales Bild. Der Film ist kein Blockbuster, sondern ein pessimistischer Ansatz auf die zukünftige Entwicklung der Technik.
#5