X2
Das Imperium schlägt zurück der X-Men Reihe.
Ausführliche Besprechung in Folge 36 von Ein Film ist nicht genug
X2 ist düsterer, konsequenter, komplexer und besser inszeniert als der solide Vorgänger. Der Anschlag auf den Präsidenten, der Überfall auf die Schule, der Ausbruch von Magneto, das finale Duell zwischen Wolverine und Lady Deathstrike oder jede Szene mit Mystique - der zweite X-Men Film ist voll mit fantastisch inszenierten Actionsequenzen.
Zwischendrin gibt es wieder spannende Auseinandersetzungen darüber, wie politische Kämpfe ausgetragen werden sollten, und den Umgang mit Minderheiten in der Gesellschaft. Der Cast des Vorgänger leistet wieder großartige Arbeit aber Brian Cox als durchtriebener William Stryker stiehlt sogar Ian McKellen die Show.
Es ist wirklich bemerkenswert, wie sehr sich X2 vom aktuellen Superheld:innen Blockbuster Kino unterscheidet. Damit meine ich nicht die Effekte. Die sind zwar nicht mehr State of the Art aber funktioniert meist noch ganz gut. Das visual storytelling ist wirklich gelungen, so kommt der Film fast komplett ohne Expositionsdialoge aus, die Kameraarbeit ist angenehm ambitioniert und es wurde ganz viel an echten Sets gedreht. Es ist eine wirklich dramatische Entwicklung, wie sich das Blockbuster Kino in den letzten Jahrzehnten zurück entwickelt hat und das Publikum an desaströse Zustände gewöhnt wurde.
Fazit: Einer der wichtigsten und besten Superheld:innenfilme überhaupt!