Hillbilly Elegy
Pünktlich zur US-Wahlnacht habe ich mir die Verfilmung der Memoiren von kandidierenden Vize-Präsident J.D. Vance angeschaut. Losgelöst von seinem Wahlkampfpartner und seiner politischen Ausrichtungen, muss ich zugeben, dass Hillbilly Elegy mich tiefst berührt und fasziniert hat.
Der Film zeigt den jungen J.D. Vance [Gabriel Basso & Owen Asztalos], der sich immer wieder von seiner gewaltbereiten, emotional missbräuchlichen und drogenabhängigen Familie lösen will, jedoch ständig dabei scheitert. Denn ihm wurde als Kind eingetrichtert, dass die Familie alles ist.
Mamaw [Glenn Close]: „Cause family is the only thing that means a goddamn. You’ll learn that.“
Und so schlägt es J.D. Vance kurz vor einer grossen Karrieremöglichkeit zurück nach Middletown, Ohio und all den Kindheitserinnerung die ihn emotional belasten und er nie aufgearbeitet hat. Der Film nimmt uns auf eine emotionale Achterbahnfahrt mit, die schlussendlich durch eine grosse Charakterentwicklung des erwachsenen J.D. Vance [Gabriel Basso] gekrönt wird. Er schafft es, sich seiner Vergangenheit zu stellen, sich gegenüber seiner Partnerin emotional zu öffnen und endlich die Entscheidung zu treffen, fortan in erster Linie das zu tun, was für ihn selbst gut ist.
Hillbilly Elegy ist eine inspirierende Geschichte über den American Dream. Trotz des schwierigen Heranwachsen, schafft es J.D. Vance durch harte Arbeit, die wahrscheinlich dafür sorgte, dass er seine Kindheitstraumas nie aufarbeitete, sich eine besseres Leben aufzubauen und ein faszinierende Karriere hinzulegen.
J.D. Vance: „Where we come from is who we are but we choose every day who we become.“