Bullet Ballet
Bullet Ballet erkundet im gewissen Rahmen typische Themen die Tsukamoto schon in anderen Filmen behandelt hat. Selbstzerstörung und Obsession um zwei Tragende zu nennen. Doch gefällt mir die Symbolsprache in Bullet Ballet fast schon mit am besten. Die Macht, dieser menschgemachten Waffe, welche vielleicht als Sinnbild des ganzen Systems zu begreifen ist. Wieviel eigene Kontrolle haben wir überhaupt noch über das Alles? Eine Riege an Menschen umherirrend in ihrer Hilflosigkeit, immer dem Tod entgegenschreitend.
Mittendrin ein Generationskonflikt. Gewalttätige Jugendliche. Die Erwachsenen schütteln mit dem Kopf. Aber worin unterscheiden sie sich überhaupt wirklich? Im Laufe der Handlung nähern sich beide Seiten. Bis es in einem fast schon überraschend hoffnungsvollem und optimistisch lesbarem Ende mündet.
Tsukamoto stellt so viele interessante Gedanken in den Raum, erkundet diese und garniert sie mit ein paar der ausdrucksstärksten Bildern seiner gesamten Filmographie. Chu Ishikawa hat ebenfalls gewohnt brachial abgeliefert. Neben Tetsuo eventuell Tsukamotos größtes Meisterwerk?
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