Arrival
Der hochgelobte ,,Arrival" macht aus dem bekannten Szenario einer außerirdischen Invasion nicht das übliche Actiongewitter, sondern legt den Schwerpunkt auf die kommunikativ herausfordernde Kontaktaufnahme. Daraus resultiert ein komplexes Gedankenspiel: Wie verändert das Erlernen einer neuen, nicht-linearen Sprache die eigenen Gedankenmuster und das Zeitempfinden? Die Antwort gibt der Film in einem Finale, das an Wucht und Emotionalität kaum zu übertreffen ist und die bewusst unterkühlte, hypnotisch wirkende Inszenierung meisterhaft kontrastiert.
,,Was macht das mit einem, wenn man sein ganzes Leben vor sich sieht?" Und vielleicht schon dessen Zerbrechen? Diese Frage stellt Protagonistin Louise ganz am Ende von ,,Arrival" - aber da wissen sie und der Zuschauer längst, wie die Entscheidung ausfallen wird. Denn je stärker Zeit und Raum von den gängigen Regeln abweichen und verschwimmen, desto klarer greifen die Puzzleteile ineinander.
Ein kluges, wunderschön gefilmtes und gespieltes Drama, das nur auf den ersten Blick ein Science Fiction-Film ist, aber eigentlich eine zeitlose, zutiefst menschliche Geschichte erzählt.