Boys
Ein französischer Film voller Wehmut und Melancholie, aber ohne amerikanischen Pathos. Christophe Charrier entspinnt hier eine sehr klassische Liebesgeschichte zwischen zwei Jungen, der eine cool, der andere eher schüchterner Außenseiter. Beide Rollen nimmt man den Darstellern sofort ab. Parallel dazu sehen wir in einem zweiten Handlungsstrang den älteren Jonas als gebrochenen Mann. Was ist damals passiert? Um diese Frage kreist der Film und er nähert sich seiner Auflösung mit so viel Herz, dass das schockierende Ende umso mehr berührt. Das vorhersehbare Finale (in der Eingangsszene explizit angedeutet) tut der Intensität keinen Abbruch, im Gegenteil; der Film ist glänzend konstruiert. Zwar sind die Figuren sehr stereotypisch angelegt, werden dank der starken Darsteller aber nie zum Klischee.