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Ein allmächtiger Schöpfer, der das Universum erschaffen haben soll, ohne einen einzigen Beweis seiner Existenz zu liefern? Dr. Arroway kann darüber nur den Kopf schütteln und entgegnet dem tiefreligiösen Pater Joss, der zugleich ihr Geliebter ist, wie viel wahrscheinlicher es doch sei, ,,dass die Menschen Gott erfunden hätten, um sich nicht so klein und einsam zu fühlen". Aber hat ihre eigene rastlose Suche nach außerirdischem Leben nicht auch religiöse, fanatische Züge?
Natürlich gerät Jodie Fosters Figur am Ende trotz aller wissenschaftlichen Bemühungen in eine Situation, die ihr Glauben abverlangt. Ein Plädoyer für die Macht der Religion? Nicht unbedingt. Buch und Regie gelingt der Kompromiss zwischen Glauben und Wissenschaft, bricht den Konflikt geschickt auf die Mikroebene herunter; immer wieder trennen sich Dr. Arroways und Pater Joss Wege, nur um am Ende doch zusammenzufinden. Der Weg dorthin ist geistreich geschrieben, gegen Ende schön melancholisch und von Jodie Foster fantastisch gespielt.
Ein ähnlich hochwertiges, wenn auch stilleres Äquivalent: Der 2016 erschienene Film "Arrival".