Werner - Eiskalt!
Ja, Werner-Eiskalt ist wirklich der Bodensatz der Werner-Reihe und des deutschen Films allgemein.
In der Art und Weise wie er seiner Vergangenheit nachtrauert, hat er mich an Manta Manta 2 erinnert: Die lockere norddeutsche Bodenständigkeit wird hier mit einer Theatralik ersetzt, die einfach nicht zu dem Handwerker- und Kneipenhumor passt.
Seine Szenen sind noch sinnbefreiter aneinander getackert als in allen anderen Werner-Filmen. Der Film springt chaotisch durch verschiedene Episoden aus Werners Leben, wobei keiner der Sketche so wirklich funktioniert und wo es zu dieser komischen Vermischung aus Animation und Realfilm kommt (Weil wir den alten Herren ja nicht zumuten können, irgendwelche Stunts selbst zu machen)
Die Realszenen im ersten Film, so schlimm und unnötig wie sie sind, waren wenigstens einigermaßen gut produziert. Eiskalt sieht hingegen aus, als ob er mit einem Smartphone gedreht wurde und ist inhaltlich noch belangloser. Dadurch, dass man die karikaturesken Figuren der Comics auf die echte Welt loslässt, entsteht eine Diskrepanz, die wirklich schmerzhaft mit anzusehen ist (Der erste Teil hat die absurde Natur der Comics wenigstens in seine Realszenen übernommen).
Der Humor und der Stil der 80er-Jahre fühlen sich einfach wie ein Fremdkörper in diesem Film an, der uns die ganze Zeit daran erinnert, wie modern er ist und wie sehr er zu den anderen Filmen der Reihe dazugehören will. Er möchte der Abgesang einer Legende sein, doch dabei verrät er alles, was die Reihe mal ausgemacht hat. Statt kultig wirkt er peinlich – und genau das macht den Film so unerträglich.
Ich hab den Film nun schon zum zweiten Mal gesehen und ich finde, es reicht langsam.