Alien: Romulus
GERMAN VERSION (english below)
Ich wollte Alien: Romulus unbedingt mögen und ich bin überglücklich, da alle meine Erwartungen doch vollkommen erfüllt wurden. Wir haben hier keine weitere irrelevante Fortsetzung, kein Film, der ausschließlich aus Profitgier entstanden ist, im Gegenteil: Alien: Romulus spielt zwischen Alien (1979) und Aliens (1986) und besinnt sich somit zurück auf eine Zeit, in der der Xenomorph eine unkontrollierte Bedrohung darstellt, wodurch man hier wieder zum ursprünglichen, intimen Survival-Horror zurückkehrt.
Im Vordergrund stehen eine Gruppe junger Außenseiter, die eine verlassene Raumstation erkunden, um ihrer hoffnungslosen Lebenssituation einer fernen Kolonie im All zu entkommen. Was sie jedoch in der Station finden, ist keine heroische Mission, sondern ein eskalierender Albtraum, der von Szene zu Szene immer extremer wird. Der Film konzentriert sich auf Klaustrophobie, Orientierungslosigkeit und den absoluten Kontrollverlust der Menschen. Es geht um einen Vogel im Käfig, der ausbricht, doch sich dabei ungewollt in Situationen stürzt, die sich immer weiter überschlagen und alle in einen Albtraum führt, den sie sich nie hätten erdenken können.
Hier finden wir ein großartiges visuelles Erlebnis, wundervolle Belichtung mit herausragender Ästhetik, die niemals zu enden scheint. Die Kinographie in *Alien: Roumulus *scheint nicht von dieser Welt. So oft es ginge, wurde mit praktischen Effekten und Sets statt CGI gearbeitet, alles wirkt wahrhaftig, auch besonders aufgrund des langsamen Spannungsaufbaus, der sich irgendwann exponentiell steigert. All dies untermalt von einem sehr atmosphärischen und düsteren Soundtrack, auch mit Elementen aus dem ursprünglichen Originalscore von Jerry Goldsmith, was all dem zusätzlich einen Hauch Melancholie vergibt. Dieser ist aber selten wirklich emotional, wirkt eher wie ein ständiger, unsichtbarer Druck, was die allseits präsente Spannung und Ungewissheit nur befeuert. Dazu kommen natürlich das überaus überzeugende Schauspiel. Für andere mag David Johnsson die großartigste Schauspielleistung in diesem Film abgeben, doch für mich war es ohne Frage die von Cailee Spaeny, die einfach nur beeindruckend ist. Mit den Filmen, die sie bisher gemacht hat, ist bewiesen, dass sie wahrhaftig noch zu großem im Stande ist. Ich habe noch nie eine ansatzweise mittelmäßige Performance von ihr gesehen, weshalb ich glaube, dass sie wirklich noch ganz viel großartiges vor sich hat. Ihre Performance hat mich wirklich beeindruckt und ich freue mich innigst auf die Arbeit, die sie uns noch präsentieren wird.
In Alien: Romulus geht es zudem also keinesfalls darum, die Geschichte zu kopieren oder gar die Charaktere der ersten Filme, es geht mehr darum, das Gefühl und die Emotionen zu reproduzieren, das was Alien einst ausgemacht hat. Es ist eine Fortsetzung wie man sie sich nur wünschen könnte: das originale Modell wird reproduziert, ohne zu kopieren. Die Elemente der vorherigen Teile werden genommen und auf intelligente Weise wieder umgesetzt. Die Welt wird erweitert und natürlich bereichert man den Film und das gesamte Universum um Effekte und Techniken, die zur Zeit des Originalfilms noch nicht möglich waren. Es ist eine vollkommen gerechtfertigte und überzeugende Fortsetzung, die ihre volle Existenzberechtigung besitzt und sich wahrhaft als einer der, wenn nicht sogar der beste Alien-Teil manifestiert hat.
*ENGLISH VERSION
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I really wanted to like Alien: Romulus, and I'm delighted that it completely fulfilled all my expectations. This here isn't just another pointless sequel, or a film made purely for profit. On the contrary, Alien: Romulus takes place between Alien (1979) and Aliens (1986), bringing us back to a time when the Xenomorph was an uncontrollable threat, returning us to the original, intimate survival horror.
The focus is on a group of young outsiders who explore an abandoned space station in order to escape their hopeless existence in a remote space colony. However, what they find in the station is not a heroic mission, but an escalating nightmare that becomes more extreme with each passing scene. The film focuses on claustrophobia, disorientation, and the absolute loss of control experienced by the characters. It's about a bird in a cage that breaks out, but unintentionally stumbles into situations that spiral out of control, leading everyone into a nightmare they would have never imagined.
Here we find a great visual experience, wonderful lighting with outstanding aesthetics that never seems to end. The cinematography of Alien: Romulus seems out of this world, is really something else. Whenever possible, practical effects and sets were used instead of CGI, making everything seem authentic, especially due to the slow build-up of tension, which eventually increases exponentially. All of this is underlined by a very atmospheric and dark soundtrack, which also features elements from Jerry Goldsmith's original score, adding an extra touch of melancholy. However, this is less about emotional intensity and more about a constant, invisible pressure that fuels the ever-present tension and uncertainty. Of course, the acting is also extremely convincing. Others may consider David Johnsson to give the greatest performance in this film, but for me it was undoubtedly Cailee Spaeny, who is simply impressive. The films she has made so far prove that she is truly capable of great things. I have never seen even a mediocre performance from her, which is why I believe she still has a lot of great things ahead of her. Her performance really impressed me and I am eagerly looking forward to the work she will present to us in the future.
Alien: Romulus is by no means about copying the story or even the characters from the first films; it's more about reproducing the feeling and emotions that once defined Alien. It's the sequel you could only wish for: the original model is reproduced without being copied. Elements from the previous parts are taken and intelligently re-implemented. The world is expanded and, of course, the film and the entire universe are enriched with effects and techniques that were not possible at the time when the original film was made. It is a completely justified and convincing sequel that has earned its right to exist and has truly established itself as one of, if not the best Alien-installment.
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