Tatami ist ein außergewöhnlich gut getakteter Film. Die Spannung, die sehr früh am Anfang aufgebaut wird, lässt bis zum Schluss nicht nach. Damit meine ich nicht unbedingt die Judokampfszenen, die in der Tat sehr spannend und toll gefilmt und ausgeführt worden sind, sondern witzigerweise die Nahaufnahmen der Gesichter, Kameraausführungen aus der Vogelperspektive und Co., die es schaffen, den Zuschauer in eine Art Sog zu ziehen – einmal auf einer optischen Ebene und, noch wichtiger, auf einer psychischen Ebene. Die Gedanken und Entscheidungen der Menschen – und deiner eigenen selbst, was du an ihrer Stelle machen würdest – sind hier der spannendere Kampf als das Judo selbst.Das moralische und furchtbare Dilemma wird von beiden Hauptdarstellern perfekt verkörpert. Selbst die wenigen Männerrollen werden geschickt als das Gesicht des Irans eingesetzt – und das nicht nur für das Schlechte.Der Soundtrack besteht aus interessanten weiblichen iranischen Rap-Songs, die sich mit jeder Minute im Film besser einfügen und den inneren, physischen und politischen Kampf mit der Message perfekt ergänzen. Der klassische Soundtrack macht ebenfalls einen sehr guten Job, ist aber kein Soundtrack, der unbedingt für sich alleine funktioniert, sondern eher für die Szenen.Fazit: Ich habe Tatami in der Farbversion gesehen und nicht in der Schwarz-Weiß-Version, aber eins kann ich euch sagen: Es hat den Film auf keinen Fall schlechter gemacht. Tatami bleibt eine optische Wucht. Die Kampfszenen beweisen auch, dass Tatami als Sportfilm mehr als nur abliefern kann. Doch der Kern des Films bleibt trotzdem der innere Kampf.
(Starke 4)
Tatami ist ein außergewöhnlich gut getakteter Film. Die Spannung, die sehr früh am Anfang aufgebaut wird, lässt bis zum Schluss nicht nach. Damit meine ich nicht unbedingt die Judokampfszenen, die in der Tat sehr spannend und toll gefilmt und ausgeführt worden sind, sondern witzigerweise die Nahaufnahmen der Gesichter, Kameraausführungen aus der Vogelperspektive und Co., die es schaffen, den Zuschauer in eine Art Sog zu ziehen – einmal auf einer optischen Ebene und, noch wichtiger, auf einer psychischen Ebene. Die Gedanken und Entscheidungen der Menschen – und deiner eigenen selbst, was du an ihrer Stelle machen würdest – sind hier der spannendere Kampf als das Judo selbst.Das moralische und furchtbare Dilemma wird von beiden Hauptdarstellern perfekt verkörpert. Selbst die wenigen Männerrollen werden geschickt als das Gesicht des Irans eingesetzt – und das nicht nur für das Schlechte.Der Soundtrack besteht aus interessanten weiblichen iranischen Rap-Songs, die sich mit jeder Minute im Film besser einfügen und den inneren, physischen und politischen Kampf mit der Message perfekt ergänzen. Der klassische Soundtrack macht ebenfalls einen sehr guten Job, ist aber kein Soundtrack, der unbedingt für sich alleine funktioniert, sondern eher für die Szenen.Fazit: Ich habe Tatami in der Farbversion gesehen und nicht in der Schwarz-Weiß-Version, aber eins kann ich euch sagen: Es hat den Film auf keinen Fall schlechter gemacht. Tatami bleibt eine optische Wucht. Die Kampfszenen beweisen auch, dass Tatami als Sportfilm mehr als nur abliefern kann. Doch der Kern des Films bleibt trotzdem der innere Kampf.
(Starke 4)