GERMAN VERSION (english below)
Ein riesiges Abenteuer voll trockenen Bambusfarmen und besonders voll trockener Wüsten, voll hitzigen Dünen und natürlich Sklaverei. Werner Herzog und Klaus Kinski schaffen mit ihrer letzten Zusammenarbeit wieder einmal eine exotische und spannende Reise in eine Ferne Welt.
Diesmal reisen wir einem Dieb und Betrüger nach, der es aus dem Dreck an die Spitze einer brasilianischen Bambusfarm schafft, nach einigen Komplikationen dann aber nach Afrika geschickt wird, um Sklaven zu erwerben. Hier entfaltet sich der Film in seiner vollen Größe, in einem wunderbaren Naturschauspiel, wie man es nur von Werner Herzog kennt. Klaus Kinski trägt diesen Film mit seiner faszinierenden Darstellung; er ist kraftvoll, euphorisch und wie in nahezu jedem seiner Filme doch vollkommen wahnsinnig, so möchte man doch fast sagen.
Afrika kommt hier in Bildern zur Geltung, die wahrhaftig selten sind. Wie in jedem Herzog-Film ist hier auch ein hohes Maß an Authentizität gegeben, der Realismus, das Unmittelbare steht im Vordergrund und so auch die einheimischen Menschen, die mit allen möglichen Farben ihrer kunstvollen Gewändern daher kommen, mit traditionellen Tänzen und Bräuchen, die den Film erst lebendig machen.
Cobra Verde ist ein lebhaftes Abenteuer in einer fernen Welt und gleichzeitig ein großartiges Testament über den Humanismus. Die Welt, sowie die Thematik der Sklaverei wird unbeschönigt dargestellt; die Einheimischen verkaufen ihre eigenen Landsleute, Angehörige anderer Stämme, nur für Geld, modernere Waffen und billige Seide. Den Kolonisatoren kommt dies natürlich ganz gelegen, da sie einfach nur die selbstverständlichen Konflikte abwarten müssen, um an einfache Arbeiter zu kommen. In diesem Chaos, in diesem großen moralischen Dilemma, strahlt die Wüste, wie ihre Bewohner in vollem Licht. Die Geschichte ist grausam, die Sklaventreiber skrupellos und die Einheimischen tatsächlich gar nicht so unschuldig wie viele denken, auch mit merkwürdigen Bräuchen, die sehr primitiv wirken. Doch wie nahezu jeder Aspekt auf dieser Welt Erde, ist nicht alles nur schwarz oder weiß - es ist ein trübes grau. Zwischen allem negativen und allem Übel erstrahlt die Schönheit der Kulturen, sowie der Natur, in der sie sich entfaltet hat.
Ein Film, der sich so authentisch mit diesen Themen, sowie diesem hitzigen Flecken Erde beschäftigt, diese fernen, exotischen Kulturen doch so intensiv und nahbar zeigt, in all ihrer Freude, habe ich bisher nur in Cobra Verde gesehen!
ENGLISH VERSION ***
*********
A huge adventure full of dry bamboo farms and especially full of dry deserts, hot dunes, and, of course, slavery. With their last collaboration, Werner Herzog and Klaus Kinski once again create an exotic and exciting journey into a distant world.
This time, we follow a thief and crook who makes it from the gutter to the top at a Brazilian bamboo farm, but after a few complications, he's sent to Africa to buy slaves. Here, the film really comes into its own, with a wonderful natural spectacle that only Werner Herzog could pull off. Klaus Kinski carries this film with his fascinating performance; he is powerful, euphoric and, as in almost all of his films, completely insane, as one might almost say.
Africa is shown here in images that are truly rare. As in every Herzog film, there is a high degree of authenticity here, with realism and immediacy at the forefront, as are the local people, who appear in all the colors of their artistic garments, with traditional dances and rituals that truly bring the film to life.
Cobra Verde is a lively adventure in a distant world and at the same time a great testament to humanism. The world and the subject of slavery are portrayed without embellishment; the natives sell their own kind, members of other tribes, just for money, more modern weapons, and cheap silk. This suits the colonizers perfectly, of course, as they simply have to wait for the inevitable conflicts to arise in order to obtain cheap labor. In this chaos, in this great moral dilemma, the desert shines, like its inhabitants, in full light. The story is cruel, the slave traders ruthless, and the locals not as innocent as many think, with strange traditions that seem very primitive. But like almost every aspect of this world, not everything is black and white—it's a cloudy gray. Amidst all the negativity and evil, the beauty of the cultures and the nature in which they have flourished shines through.
A film that deals so authentically with these themes and this hot corner of the earth, yet shows these distant, exotic cultures so intensely and closely, in all their joy, is something I have only seen in Cobra Verde!
GERMAN VERSION (english below)
Ein riesiges Abenteuer voll trockenen Bambusfarmen und besonders voll trockener Wüsten, voll hitzigen Dünen und natürlich Sklaverei. Werner Herzog und Klaus Kinski schaffen mit ihrer letzten Zusammenarbeit wieder einmal eine exotische und spannende Reise in eine Ferne Welt.
Diesmal reisen wir einem Dieb und Betrüger nach, der es aus dem Dreck an die Spitze einer brasilianischen Bambusfarm schafft, nach einigen Komplikationen dann aber nach Afrika geschickt wird, um Sklaven zu erwerben. Hier entfaltet sich der Film in seiner vollen Größe, in einem wunderbaren Naturschauspiel, wie man es nur von Werner Herzog kennt. Klaus Kinski trägt diesen Film mit seiner faszinierenden Darstellung; er ist kraftvoll, euphorisch und wie in nahezu jedem seiner Filme doch vollkommen wahnsinnig, so möchte man doch fast sagen.
Afrika kommt hier in Bildern zur Geltung, die wahrhaftig selten sind. Wie in jedem Herzog-Film ist hier auch ein hohes Maß an Authentizität gegeben, der Realismus, das Unmittelbare steht im Vordergrund und so auch die einheimischen Menschen, die mit allen möglichen Farben ihrer kunstvollen Gewändern daher kommen, mit traditionellen Tänzen und Bräuchen, die den Film erst lebendig machen.
Cobra Verde ist ein lebhaftes Abenteuer in einer fernen Welt und gleichzeitig ein großartiges Testament über den Humanismus. Die Welt, sowie die Thematik der Sklaverei wird unbeschönigt dargestellt; die Einheimischen verkaufen ihre eigenen Landsleute, Angehörige anderer Stämme, nur für Geld, modernere Waffen und billige Seide. Den Kolonisatoren kommt dies natürlich ganz gelegen, da sie einfach nur die selbstverständlichen Konflikte abwarten müssen, um an einfache Arbeiter zu kommen. In diesem Chaos, in diesem großen moralischen Dilemma, strahlt die Wüste, wie ihre Bewohner in vollem Licht. Die Geschichte ist grausam, die Sklaventreiber skrupellos und die Einheimischen tatsächlich gar nicht so unschuldig wie viele denken, auch mit merkwürdigen Bräuchen, die sehr primitiv wirken. Doch wie nahezu jeder Aspekt auf dieser Welt Erde, ist nicht alles nur schwarz oder weiß - es ist ein trübes grau. Zwischen allem negativen und allem Übel erstrahlt die Schönheit der Kulturen, sowie der Natur, in der sie sich entfaltet hat.
Ein Film, der sich so authentisch mit diesen Themen, sowie diesem hitzigen Flecken Erde beschäftigt, diese fernen, exotischen Kulturen doch so intensiv und nahbar zeigt, in all ihrer Freude, habe ich bisher nur in Cobra Verde gesehen!
ENGLISH VERSION ***
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A huge adventure full of dry bamboo farms and especially full of dry deserts, hot dunes, and, of course, slavery. With their last collaboration, Werner Herzog and Klaus Kinski once again create an exotic and exciting journey into a distant world.
This time, we follow a thief and crook who makes it from the gutter to the top at a Brazilian bamboo farm, but after a few complications, he's sent to Africa to buy slaves. Here, the film really comes into its own, with a wonderful natural spectacle that only Werner Herzog could pull off. Klaus Kinski carries this film with his fascinating performance; he is powerful, euphoric and, as in almost all of his films, completely insane, as one might almost say.
Africa is shown here in images that are truly rare. As in every Herzog film, there is a high degree of authenticity here, with realism and immediacy at the forefront, as are the local people, who appear in all the colors of their artistic garments, with traditional dances and rituals that truly bring the film to life.
Cobra Verde is a lively adventure in a distant world and at the same time a great testament to humanism. The world and the subject of slavery are portrayed without embellishment; the natives sell their own kind, members of other tribes, just for money, more modern weapons, and cheap silk. This suits the colonizers perfectly, of course, as they simply have to wait for the inevitable conflicts to arise in order to obtain cheap labor. In this chaos, in this great moral dilemma, the desert shines, like its inhabitants, in full light. The story is cruel, the slave traders ruthless, and the locals not as innocent as many think, with strange traditions that seem very primitive. But like almost every aspect of this world, not everything is black and white—it's a cloudy gray. Amidst all the negativity and evil, the beauty of the cultures and the nature in which they have flourished shines through.
A film that deals so authentically with these themes and this hot corner of the earth, yet shows these distant, exotic cultures so intensely and closely, in all their joy, is something I have only seen in Cobra Verde!