In meinem "Deutschtümelei"-Monat darf dann natürlich ein Film DER Schmuddelreihe deutscher Herkunft nicht fehlen. Lt. Recherche ist dieser Teil der beste, kann ich nicht beurteilen, habe vor Jahrzehnten mal den ersten Teil der Reihe gesehen.
Was ich beurteilen kann ist allerdings die Unfassbarkeit des Gesehenen. Wahrscheinlich würde jede der Episoden heute in den sozialen Netzwerken zu Shitstorms führen, gegen die sich MeToo als Wochenend-Happening ausnimmt.
Was mich tatsächlich überrascht ist diese völlige Diskrepanz zwischen den Episoden. Da gibt es Episoden, die halt schlicht Softsex-Episoden sind, dann welche, die eher dem Humor einer typischen Sexklamotte jener Tage (allerdings mit einem Rassismus ggü. Italienern der einem die Kinnlade runterklappen lässt) pflegen und dann gibt es auf einmal extrem unschöne Episoden wo sich eben noch Mädels unter Duschen abschäumen und die dann in einer extrem unangenehmen Massenvergewaltigung endet, welche dann aber tatsächlich jeden 'Antörn'-Effekt vermissen lässt und es anscheinend echt ernst meint.
Dem ggü. stehen dann Episoden, wo Mädchen ihrer Luxusprostitution abschwören und während sie über ihre Läuterung reden sieht man deren Höhepunkte nochmal als Zusammenschnitt.
Und trotz all der Schmierigkeit, man kann dem Werk nicht absprechen, dass es gut gefilmt ist. Hofbauer versteht da sein Handwerk und hat offenbar den Ehrgeiz besessen hier nicht nur eine Angeilung für Mantelträger zu schaffen, sondern gutes Handwerk eben. Die angesprochene Sequenz mit der Vergewaltigung wird sehr bedrohlich inszeniert, eine surreale Traumsequenz lässt einen verwundert zurück und wenn sich im Auge von Ingrid Steeger ihr Sexualpartner beim Ausziehen spiegelt, dann ist das wesentlich inspirierter inszeniert, als es sein müsste.
Ich enthalte mich hier einer Wertung, zu gefährliche Gewässer. Ganz nüchtern, der Film ist etwas zu lang, gut zehn Minuten weniger wären besser. Ob ich ihn jetzt empfehle? Sagen wir so, wenn mal jemand in die dt. Sexwelle der 70er zumindest reinschnuppern will, das hier würde ich da tatsächlich empfehlen. Da wird eigentlich jeder 'glücklich'. Wer sich empören möchte, der findet hier sagenhaft viel Material, wer sich berieseln lassen will, der auch.
Und trotz allem, ich kann nicht verhehlen, die 70er bis ca. Mitte 80er Jahre im dt. Kino, die waren komplett irrsinnig. Und das macht es interessant.
In meinem "Deutschtümelei"-Monat darf dann natürlich ein Film DER Schmuddelreihe deutscher Herkunft nicht fehlen. Lt. Recherche ist dieser Teil der beste, kann ich nicht beurteilen, habe vor Jahrzehnten mal den ersten Teil der Reihe gesehen.
Was ich beurteilen kann ist allerdings die Unfassbarkeit des Gesehenen. Wahrscheinlich würde jede der Episoden heute in den sozialen Netzwerken zu Shitstorms führen, gegen die sich MeToo als Wochenend-Happening ausnimmt.
Was mich tatsächlich überrascht ist diese völlige Diskrepanz zwischen den Episoden. Da gibt es Episoden, die halt schlicht Softsex-Episoden sind, dann welche, die eher dem Humor einer typischen Sexklamotte jener Tage (allerdings mit einem Rassismus ggü. Italienern der einem die Kinnlade runterklappen lässt) pflegen und dann gibt es auf einmal extrem unschöne Episoden wo sich eben noch Mädels unter Duschen abschäumen und die dann in einer extrem unangenehmen Massenvergewaltigung endet, welche dann aber tatsächlich jeden 'Antörn'-Effekt vermissen lässt und es anscheinend echt ernst meint.
Dem ggü. stehen dann Episoden, wo Mädchen ihrer Luxusprostitution abschwören und während sie über ihre Läuterung reden sieht man deren Höhepunkte nochmal als Zusammenschnitt.
Und trotz all der Schmierigkeit, man kann dem Werk nicht absprechen, dass es gut gefilmt ist. Hofbauer versteht da sein Handwerk und hat offenbar den Ehrgeiz besessen hier nicht nur eine Angeilung für Mantelträger zu schaffen, sondern gutes Handwerk eben. Die angesprochene Sequenz mit der Vergewaltigung wird sehr bedrohlich inszeniert, eine surreale Traumsequenz lässt einen verwundert zurück und wenn sich im Auge von Ingrid Steeger ihr Sexualpartner beim Ausziehen spiegelt, dann ist das wesentlich inspirierter inszeniert, als es sein müsste.
Ich enthalte mich hier einer Wertung, zu gefährliche Gewässer. Ganz nüchtern, der Film ist etwas zu lang, gut zehn Minuten weniger wären besser. Ob ich ihn jetzt empfehle? Sagen wir so, wenn mal jemand in die dt. Sexwelle der 70er zumindest reinschnuppern will, das hier würde ich da tatsächlich empfehlen. Da wird eigentlich jeder 'glücklich'. Wer sich empören möchte, der findet hier sagenhaft viel Material, wer sich berieseln lassen will, der auch.
Und trotz allem, ich kann nicht verhehlen, die 70er bis ca. Mitte 80er Jahre im dt. Kino, die waren komplett irrsinnig. Und das macht es interessant.