

2021·Drama·2h 56m
7.1
★









In 1930s Berlin, Dr. Jakob Fabian, who works by day in advertising for a cigarette company and by night wanders the streets of the city, falls in love with an actress. As her career begins to blossom, prospects for his future begin to wane.
Directed by Dominik Graf
berlin, germany
based on novel or book
writer
unemployment
1930s
aspiring actress
german history
lovers separated
weimar republic

Trailer

IMDB
N/A
Where to Watch



Cast

Tom Schilling
Jakob Fabian

Albrecht Schuch
Stephan Labude

Saskia Rosendahl
Cornelia Battenberg

Michael Wittenborn
Justizrat Labude

Petra Kalkutschke
Frau Fabian

Elmar Gutmann
Herr Fabian

Aljoscha Stadelmann
Produzent Makart

Anne Bennent
Baroness Ruth Reiter

Meret Becker
Irene Moll

Eva Medusa Gühne
Frau Hohlfeld

Lukas Rüppel
Weckherlin

Michael Hanemann
Professor
Crew

Dominik Graf
Director

Dominik Graf
Screenplay

Christoph Fisser
Associate Producer

Erich Kästner
Novel
Popular Reviews
26 reviews
schlingelnatter
6.0★ · 07/21/26

A film only a director could love (abnormaler Schnittstil)
A film only a director could love (abnormaler Schnittstil)
Lukas Fahr
10.0★ · 09/29/25

Die Kamera fährt durch eine Berliner U-Bahn-Station der Jetztzeit. Sie quält sich durch wuselnde Menschenmengen und erkämpft sich ihren Weg zurück zur Oberfläche der steinernen Stadt. Wir sind in der späten Weimarer Republik und treffen den perspektivlosen Doktor der Literaturwissenschaften Jakob Fabian, der rauchend an einem Geländer steht. Seinen Unterhalt verdient er sich als Werbetexter für eine Zigarettenfirma, „damit die Leute noch mehr rauchen“.
Sein Leben verbringt Fabian planlos, er wandelt von einem Club zum nächsten Bordell, von der einen Zigarette zum nächsten Drink. Trotzdem weht eine Fahne des kleinbürgerlichen Moralismus um ihn, die er im Gewande einer kühnen Ironie versteckt.
Da soll er eines Tages eine Operationsnarbe seines Chefs verbinden und sagt beim Blick auf die üble Naht, die zwei fleischerne Kontinente zusammenhält: „Das is‘ wie ’n Parteiprogramm. Ganz rechts isses braun, ganz links rot und in der Mitte Einheitsbrei.“
Mit seinem Freund Stephan, sozialistischer Doktorand der Literaturwissenschaften und Lessing-Bewunderer, scherzt er, dass das Problem der Avantgarde sei, dass sie immer so avantgardistisch sei.
Später wird Fabian zu Stephan über den Sozialismus sagen: „Was nützt denn dein göttliches System, wenn der Mensch nun mal ‘n Schwein is‘?“
Fabian wird in Berlin, der Stadt, in der Menschen und Träume in Inflation und Arbeitslosigkeit versumpfen (1), die Liebe seines Lebens finden und wieder verlieren. Er wird an einer Mauer stehen, die volltapeziert ist mit allerlei Parteiplakaten, von Kommunisten über Sozialdemokraten und Konservative bis hin zu den Nationalsozialisten.
Die Welt geht vor die Hunde. Um Fabian herum und mit Fabian.
Das Leben war doch eine der interessantesten Beschäftigungen, trotz alledem.
*
*
(1) Siehe dazu die korrigierende Anmerkung von Patrick Kittler in den Kommentaren.
Sein Leben verbringt Fabian planlos, er wandelt von einem Club zum nächsten Bordell, von der einen Zigarette zum nächsten Drink. Trotzdem weht eine Fahne des kleinbürgerlichen Moralismus um ihn, die er im Gewande einer kühnen Ironie versteckt.
Da soll er eines Tages eine Operationsnarbe seines Chefs verbinden und sagt beim Blick auf die üble Naht, die zwei fleischerne Kontinente zusammenhält: „Das is‘ wie ’n Parteiprogramm. Ganz rechts isses braun, ganz links rot und in der Mitte Einheitsbrei.“
Mit seinem Freund Stephan, sozialistischer Doktorand der Literaturwissenschaften und Lessing-Bewunderer, scherzt er, dass das Problem der Avantgarde sei, dass sie immer so avantgardistisch sei.
Später wird Fabian zu Stephan über den Sozialismus sagen: „Was nützt denn dein göttliches System, wenn der Mensch nun mal ‘n Schwein is‘?“
Fabian wird in Berlin, der Stadt, in der Menschen und Träume in Inflation und Arbeitslosigkeit versumpfen (1), die Liebe seines Lebens finden und wieder verlieren. Er wird an einer Mauer stehen, die volltapeziert ist mit allerlei Parteiplakaten, von Kommunisten über Sozialdemokraten und Konservative bis hin zu den Nationalsozialisten.
Die Welt geht vor die Hunde. Um Fabian herum und mit Fabian.
Das Leben war doch eine der interessantesten Beschäftigungen, trotz alledem.
*
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(1) Siehe dazu die korrigierende Anmerkung von Patrick Kittler in den Kommentaren.
Die Kamera fährt durch eine Berliner U-Bahn-Station der Jetztzeit. Sie quält sich durch wuselnde Menschenmengen und erkämpft sich ihren Weg zurück zur Oberfläche der steinernen Stadt. Wir sind in der späten Weimarer Republik und treffen den perspektivlosen Doktor der Literaturwissenschaften Jakob Fabian, der rauchend an einem Geländer steht. Seinen Unterhalt verdient er sich als Werbetexter für eine Zigarettenfirma, „damit die Leute noch mehr rauchen“.
Sein Leben verbringt Fabian planlos, er wandelt von einem Club zum nächsten Bordell, von der einen Zigarette zum nächsten Drink. Trotzdem weht eine Fahne des kleinbürgerlichen Moralismus um ihn, die er im Gewande einer kühnen Ironie versteckt.
Da soll er eines Tages eine Operationsnarbe seines Chefs verbinden und sagt beim Blick auf die üble Naht, die zwei fleischerne Kontinente zusammenhält: „Das is‘ wie ’n Parteiprogramm. Ganz rechts isses braun, ganz links rot und in der Mitte Einheitsbrei.“
Mit seinem Freund Stephan, sozialistischer Doktorand der Literaturwissenschaften und Lessing-Bewunderer, scherzt er, dass das Problem der Avantgarde sei, dass sie immer so avantgardistisch sei.
Später wird Fabian zu Stephan über den Sozialismus sagen: „Was nützt denn dein göttliches System, wenn der Mensch nun mal ‘n Schwein is‘?“
Fabian wird in Berlin, der Stadt, in der Menschen und Träume in Inflation und Arbeitslosigkeit versumpfen (1), die Liebe seines Lebens finden und wieder verlieren. Er wird an einer Mauer stehen, die volltapeziert ist mit allerlei Parteiplakaten, von Kommunisten über Sozialdemokraten und Konservative bis hin zu den Nationalsozialisten.
Die Welt geht vor die Hunde. Um Fabian herum und mit Fabian.
Das Leben war doch eine der interessantesten Beschäftigungen, trotz alledem.
*
*
(1) Siehe dazu die korrigierende Anmerkung von Patrick Kittler in den Kommentaren.
Sein Leben verbringt Fabian planlos, er wandelt von einem Club zum nächsten Bordell, von der einen Zigarette zum nächsten Drink. Trotzdem weht eine Fahne des kleinbürgerlichen Moralismus um ihn, die er im Gewande einer kühnen Ironie versteckt.
Da soll er eines Tages eine Operationsnarbe seines Chefs verbinden und sagt beim Blick auf die üble Naht, die zwei fleischerne Kontinente zusammenhält: „Das is‘ wie ’n Parteiprogramm. Ganz rechts isses braun, ganz links rot und in der Mitte Einheitsbrei.“
Mit seinem Freund Stephan, sozialistischer Doktorand der Literaturwissenschaften und Lessing-Bewunderer, scherzt er, dass das Problem der Avantgarde sei, dass sie immer so avantgardistisch sei.
Später wird Fabian zu Stephan über den Sozialismus sagen: „Was nützt denn dein göttliches System, wenn der Mensch nun mal ‘n Schwein is‘?“
Fabian wird in Berlin, der Stadt, in der Menschen und Träume in Inflation und Arbeitslosigkeit versumpfen (1), die Liebe seines Lebens finden und wieder verlieren. Er wird an einer Mauer stehen, die volltapeziert ist mit allerlei Parteiplakaten, von Kommunisten über Sozialdemokraten und Konservative bis hin zu den Nationalsozialisten.
Die Welt geht vor die Hunde. Um Fabian herum und mit Fabian.
Das Leben war doch eine der interessantesten Beschäftigungen, trotz alledem.
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*
(1) Siehe dazu die korrigierende Anmerkung von Patrick Kittler in den Kommentaren.
Marie
8.0★ · 07/06/25

„Der Mensch braucht nur ne Heimat weißte, sonst nüscht.“
„Rätselhafte Bemerkung für 'ne geistig subalterne Existenz“
„Rätselhafte Bemerkung für 'ne geistig subalterne Existenz“
„Der Mensch braucht nur ne Heimat weißte, sonst nüscht.“
„Rätselhafte Bemerkung für 'ne geistig subalterne Existenz“
„Rätselhafte Bemerkung für 'ne geistig subalterne Existenz“
Lukas Fahr
9.0★ · 09/08/24

Dominik Graf gelingt mit dieser freien Kästner-Adaption die analytisch feinfühlige, appellative und beängstigende Verknüpfung der politisch instabilen Weimarer Republik mit dem derzeitig stattfindenden Rechtsruck in Deutschland. FABIAN entfaltet genau dann seine Sogwirkung, wenn zwischen all dem Rausch und Exzess des Berlins der 30er die Perspektive auf unseren Umgang mit der Vergangenheit eröffnet wird. Ein modernes Meisterwerk.
Dominik Graf gelingt mit dieser freien Kästner-Adaption die analytisch feinfühlige, appellative und beängstigende Verknüpfung der politisch instabilen Weimarer Republik mit dem derzeitig stattfindenden Rechtsruck in Deutschland. FABIAN entfaltet genau dann seine Sogwirkung, wenn zwischen all dem Rausch und Exzess des Berlins der 30er die Perspektive auf unseren Umgang mit der Vergangenheit eröffnet wird. Ein modernes Meisterwerk.
Crom lowlife
8.0★ · 12/07/23

One of my favorite German films I’ve seen, the director definitely got a little bit Lynchian with this one
One of my favorite German films I’ve seen, the director definitely got a little bit Lynchian with this one