Darstellung von Reacher:
Was mich an Reacher am meisten gestört hat, war die Darstellung seiner Coolness. Es gibt zum Beispiel eine Szene, in der Reacher gefragt wird, welche Seriennummer das Gewehr hätte, und später im Film beantwortet er sie ganz lässig und cool, als wäre es nicht mal annähernd schwer gewesen. Solche Arten von Szenen sind im ganzen Film verteilt, und jedes Mal dachte ich mir: Ich habe verstanden, dass Reacher krass ist, das muss doch nicht krampfhaft für den Zuschauer eingeprügelt werden. Vielleicht ist das auch einfach der Humor der Bücher, aber ich mochte es überhaupt nicht.
**
Schlechtes Drehbuch:**
Abgesehen von ein paar echt coolen Zitaten oder Szenen hat dieser Film extreme Probleme, Charaktere weiter auszubauen nach einer meistens guten Einleitung. Das sieht man extrem stark an Werner Herzogs Schurken oder an Rosamund Pikes Charakter. Sie sind da, um den Plot weiter voranzuführen und eine oberflächliche, schlechte Charakteridentität beizubehalten, die sich niemals im Film weiterentwickeln oder aufgebrochen werden wird.
Die allgemeine Story ist leider extrem egal nach einem bestimmten Punkt im Film. Man merkt, dass Christopher McQuarrie sich selbst in einem schlechten Katzen-und-Maus-Spiel verloren hat. Bei mir war das nach etwa einer Stunde. Durch ein sehr interessantes und wirklich gut inszeniertes, spannendes Opening wird die Aufmerksamkeit des Zuschauers erobert, aber nicht permanent festgehalten. Danach folgt leider eine Aneinanderreihung von Momenten, in denen Reacher irgendwo hingeht und seinen Aura-Moment bekommt.
War das wirklich schlechtes Schauspiel?
In diesem Film wirken die meisten Schauspieler ziemlich schlecht. Nehmen wir zum Beispiel Werner Herzog, der alleine mit seiner Stimme den Zuschauer für sich gewinnt. Doch was er sagt, wirkt extrem überzogen, und da ist der Punkt: Die Überzogenheit passt zu Werner Herzog, doch es wird viel zu sehr übertrieben. Das erkennt man an einer bestimmten Szene, in der er erklärt, warum er seine Finger verloren hat.
Das Schauspiel war an sich gut, wie bei vielen anderen auch (abgesehen von Rosamund Pike). Doch das Drehbuch steht
dem Schauspiel meistens im Weg.
**Ist das ein guter Actionfilm?
**
McQuarrie ist der Regisseur der besten Mission-Impossible-Filme. Er hat die Actionreihe zusammen mit Brad Bird wiederbelebt. Doch leider merkt man das in Jack Reacher abgesehen von ein oder zwei Ausnahmen nicht. die Auto-Action-Szene: Sie war extrem nahbar inszeniert, die Kamera klebt buchstäblich am Auto, und dadurch kommt ein gewisses rohes Gefühl auf, was mir ziemlich gut gefallen hat.
Doch leider ist Reacher für einen Actionfilm ziemlich mau. Man hat ein gutes Opening, eine gute Autojagd und einen mittelmäßigen Endkampf. Der Rest sind ab und zu ein paar Aura-Kampfmomente für Reacher, in denen er seinen Gegner mehrmals fragt, ob er wirklich gegen ihn
kämpfen will, weil er so eine Maschine ist. Einzeln betrachtet ein zwei gute Action Szenen aber im gesamten für einen Film der eh schon etwas zu lang geht leider zu mau.
**Gesamteindruck:
**
Reacher hat wirklich sehr viele Probleme. Die meisten stammen aus dem Drehbuch. Doch die Action ist meistens wertig, auch wenn ich mir etwas mehr gewünscht hätte. Tom Cruise ist wie immer charismatisch, auch wenn ich Reachers Rolle als extrem nervig angesehen habe. Die Schurken sind auch nicht wirklich gut, doch sie funktionieren meistens.
Reacher ist wirklich kein guter Film, aber ich habe auch schon wirklich schlechtere Actionfilme gesehen. Daher kann man ihn sich angucken, aber ich würde es nicht empfehlen, für mich Tom Cruise schlechtester Film mit Mumie und top gun.
(Schwache 2½)
https://boxd.it/DaX10
Darstellung von Reacher:
Was mich an Reacher am meisten gestört hat, war die Darstellung seiner Coolness. Es gibt zum Beispiel eine Szene, in der Reacher gefragt wird, welche Seriennummer das Gewehr hätte, und später im Film beantwortet er sie ganz lässig und cool, als wäre es nicht mal annähernd schwer gewesen. Solche Arten von Szenen sind im ganzen Film verteilt, und jedes Mal dachte ich mir: Ich habe verstanden, dass Reacher krass ist, das muss doch nicht krampfhaft für den Zuschauer eingeprügelt werden. Vielleicht ist das auch einfach der Humor der Bücher, aber ich mochte es überhaupt nicht.
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Schlechtes Drehbuch:**
Abgesehen von ein paar echt coolen Zitaten oder Szenen hat dieser Film extreme Probleme, Charaktere weiter auszubauen nach einer meistens guten Einleitung. Das sieht man extrem stark an Werner Herzogs Schurken oder an Rosamund Pikes Charakter. Sie sind da, um den Plot weiter voranzuführen und eine oberflächliche, schlechte Charakteridentität beizubehalten, die sich niemals im Film weiterentwickeln oder aufgebrochen werden wird.
Die allgemeine Story ist leider extrem egal nach einem bestimmten Punkt im Film. Man merkt, dass Christopher McQuarrie sich selbst in einem schlechten Katzen-und-Maus-Spiel verloren hat. Bei mir war das nach etwa einer Stunde. Durch ein sehr interessantes und wirklich gut inszeniertes, spannendes Opening wird die Aufmerksamkeit des Zuschauers erobert, aber nicht permanent festgehalten. Danach folgt leider eine Aneinanderreihung von Momenten, in denen Reacher irgendwo hingeht und seinen Aura-Moment bekommt.
War das wirklich schlechtes Schauspiel?
In diesem Film wirken die meisten Schauspieler ziemlich schlecht. Nehmen wir zum Beispiel Werner Herzog, der alleine mit seiner Stimme den Zuschauer für sich gewinnt. Doch was er sagt, wirkt extrem überzogen, und da ist der Punkt: Die Überzogenheit passt zu Werner Herzog, doch es wird viel zu sehr übertrieben. Das erkennt man an einer bestimmten Szene, in der er erklärt, warum er seine Finger verloren hat.
Das Schauspiel war an sich gut, wie bei vielen anderen auch (abgesehen von Rosamund Pike). Doch das Drehbuch steht
dem Schauspiel meistens im Weg.
**Ist das ein guter Actionfilm?
**
McQuarrie ist der Regisseur der besten Mission-Impossible-Filme. Er hat die Actionreihe zusammen mit Brad Bird wiederbelebt. Doch leider merkt man das in Jack Reacher abgesehen von ein oder zwei Ausnahmen nicht. die Auto-Action-Szene: Sie war extrem nahbar inszeniert, die Kamera klebt buchstäblich am Auto, und dadurch kommt ein gewisses rohes Gefühl auf, was mir ziemlich gut gefallen hat.
Doch leider ist Reacher für einen Actionfilm ziemlich mau. Man hat ein gutes Opening, eine gute Autojagd und einen mittelmäßigen Endkampf. Der Rest sind ab und zu ein paar Aura-Kampfmomente für Reacher, in denen er seinen Gegner mehrmals fragt, ob er wirklich gegen ihn
kämpfen will, weil er so eine Maschine ist. Einzeln betrachtet ein zwei gute Action Szenen aber im gesamten für einen Film der eh schon etwas zu lang geht leider zu mau.
**Gesamteindruck:
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Reacher hat wirklich sehr viele Probleme. Die meisten stammen aus dem Drehbuch. Doch die Action ist meistens wertig, auch wenn ich mir etwas mehr gewünscht hätte. Tom Cruise ist wie immer charismatisch, auch wenn ich Reachers Rolle als extrem nervig angesehen habe. Die Schurken sind auch nicht wirklich gut, doch sie funktionieren meistens.
Reacher ist wirklich kein guter Film, aber ich habe auch schon wirklich schlechtere Actionfilme gesehen. Daher kann man ihn sich angucken, aber ich würde es nicht empfehlen, für mich Tom Cruise schlechtester Film mit Mumie und top gun.
(Schwache 2½)
https://boxd.it/DaX10