Many Wars Ago backdrop
Many Wars Ago logo
1970·Drama·1h 41m
7.1
Time after time, soldiers of the Italian Army are forced to leave their mountain trenches in attempts to storm an enemy fortress, always with the same disastrous results. As casualties mount, indignation spreads among the rank and file. Disturbed by his superiors' decisions, Lieutenant Sassu is led to question the purpose of war and reconsider where his real duties lie.
Directed by Francesco Rosi
world war i

Cast

Mark Frechette
Mark Frechette
Lt. Sassu
Alain Cuny
Alain Cuny
Gen. Leone
Gian Maria Volonté
Gian Maria Volonté
Lt. Ottolenghi
Giampiero Albertini
Giampiero Albertini
Capt. Abbati
Pier Paolo Capponi
Pier Paolo Capponi
Lt. Santini
Franco Graziosi
Franco Graziosi
Maj. Malchiodi
Mario Feliciani
Mario Feliciani
Colonel Doctor
Alberto Mastino
Alberto Mastino
Soldier Marrasi
Nino Vingelli
Nino Vingelli
Wounded Soldier from Naples
Emilio Bonucci
Emilio Bonucci
Soldier
Spartaco Conversi
Spartaco Conversi
Lieutenant
Daria Nicolodi
Daria Nicolodi
Nurse

Crew

Francesco Rosi
Francesco Rosi
Director
Tonino Guerra
Tonino Guerra
Writer
Francesco Rosi
Francesco Rosi
Writer
Raffaele La Capria
Raffaele La Capria
Writer
Piero Piccioni
Piero Piccioni
Original Music Composer
Ruggero Mastroianni
Ruggero Mastroianni
Editor
Pasqualino De Santis
Pasqualino De Santis
Director of Photography
Francesco Rosi
Francesco Rosi
Producer
Marina Cicogna
Marina Cicogna
Producer
Gabriella Pescucci
Gabriella Pescucci
Costume Design
Emilio Lussu
Emilio Lussu
Novel

Popular Reviews

15 reviews
Markus
Markus
Many Wars Ago
GERMAN VERSION (english below)
***
***
Am 23. Mai 1915 tritt Italien in den Krieg ein. Das bisher neutrale Land war seit Jahrzehnten ein Verbündeter Deutschlands und Österreichs, aber Großbritannien und Frankreich versprechen Italien die auf österreichischem Gebiet liegenden Städte Trient und Triest und Italien wechselt die Seiten. Ein patriotischer Eifer fegt durch Italien. Der nationalistische Dichter Gabriele D‘Annunzio heizt die Anti-österreichische Stimmung zusätzlich an:
„Ihr seid der tobende Funke der heiligen Feuersbrunst. Mögen eure Stimmen ein einziger flammender Aufschrei sein. Italien! Italien!“

Doch die jungen Italiener wissen nicht, welche Strapazen an der Alpenfront auf sie warten werden. In den Alpen herrschen extreme Bedingungen. Die Front verläuft durch schroffe Gipfel, enge Täler und Hochgebirge - ein fast undurchdringliches Bollwerk, das Angreifer und Verteidiger gleichermaßen zermürbt.

Die meisten der Italienischen Soldaten sind Bauern, einige sind Arbeiter. Ihr oberster Kommandeur ist der General Luigi Cadorna, der die Armee mit gnadenloser Hand führt. Mit starren und oft unflexiblen Taktiken soll der Durchbruch erzwungen werden. Immer wieder befiehlt er Frontalangriffe, wo Hunderttausende, ohne merkliche Frontverschiebung, zugrunde gehen. Folgen konnte ausschließlich ein gewaltiges Massensterben, wobei die Italiener zwischen 1915 und 1917 rund eine Million Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen verloren.

Zu diesem Leid kommt die Härte der eigenen Führung. Cadorna war berüchtigt für seine Disziplinarmaßnahmen, wobei Desertion oder Rückzug nicht selten mit Massenhinrichtungen beantwortet wurde. Ohne Rechtsgrundlage werden unzählige zum Tode verurteilt. Cadorna lässt Offiziere exekutieren, die ihren Einheiten den Rückzug befohlen haben. Zur Abschreckung. Aber nicht nur sie. Insgesamt werden 750 Soldaten hingerichtet, ein trauriger Rekord im Ersten Weltkrieg.

Tag für Tag müssen die Soldaten unfassbares leisten. Ihre Kanonen schleppen sie auf bis zu 3000 Meter hohe Berge. Die italienische Front im sogenannten Gebirgskrieg erstreckt sich 1917 quer durch die Alpen, über 600 km Luftlinie. Wie in ganz Europa wird der Krieg auch in den Alpen mit Stacheldraht und aus Schützengräben heraus geführt. Der Unterschied: die Gräben bestehen hier aus Schnee und Eis. Aus den Bergen kommend durchbrechen deutsche und österreichische Truppen die Front. In der Stadt Caporetto bringen sie den Italienern eine vernichtende Niederlage bei. Binnen weniger Tage zerfällt die Front, ganze Divisionen ergeben sich und rund 300.000 Italiener geraten in Gefangenschaft. In zehn Tagen rücken sie fast 100 Kilometer vor. Stimmen gegen den Krieg werden immer lauter und die Verbündeten befürchten schon, dass sich Italien aus der Allianz der Alliierten zurückziehen könnte. Erst mit neuen 100.000 Mann zur Unterstützung, bestehend aus französischen und britischen Soldaten, können die Mittelmächte erst wieder zurückgedrängt werden und vom Einmarsch in Venedig abgehalten werden.

Trotz allem beträgt die Verlustzahl am Ende des Krieges weit über 2 Millionen. Darunter etwa 650.000 italienische Gefallene.

So war der Krieg für Italien an der Alpenfront geprägt von unbeweglichen Gebirgen, starren Kommandostrukturen und unsagbaren Verlusten – ein Ringen, das mehr durch Zermürbung als durch Siege entschieden wurde.

Bataillon der Verlorenen ist kein Kriegsfilm im herkömmlichen Sinne, er zeigt nicht nur das kämpfen und sterben der Soldaten, er zeigt mehr als den bloßen Schrecken, den der Krieg mit sich bringt, er veranschaulicht die Alpenfront im Ersten Weltkrieg in seiner ganzen Sinnlosigkeit und institutionellen Grausamkeit. Wir sehen die Front in den Dolomiten, welche tatsächlich eine der blutigsten, aber in der Erinnerungskultur oft verdrängten Kriegsschauplätze darstellt. Wir sehen, wie die eigenen Soldaten verraten und wahrlich verschlissen werden. Der Film ist keine Kriegsgeschichte, sondern ein Tribunal. Angeklagt sind nicht die Österreicher im Gebirge, sondern die eigenen Generäle.

Mit der Kamera sind wir mit den Soldaten zusammen auf diesen Schlachtfeldern gefangen. In klaustrophobischer Enge harren wir mit ihnen in den Gräben aus, umgeben von Schlamm, Schnee, Kälte und hartem Fels. Lang währende Kameraeinstellungen betonen das qualvolle Warten, die ewige Stille, bis es wieder heißt, aus dem Schützengraben zu springen und geradewegs in das feindliche Maschinengewehrfeuer zu rennen. Wenn Angriffe außerhalb der quälenden Monotonie gezeigt werden, bricht die Inszenierung in ein absurdes Chaos aus: Männer rennen ins Maschinengewehrfeuer, Bajonette gegen Stahl, Körper gegen Felsen. Kein Held, kein Sieg - nur das Verstummen der Masse. Man könnte glauben der Regisseur übertreibe, doch die sehr wohl authentische Vorlage bleibt wahrheitsgemäß, obwohl sie selbst schon an Surrealismus grenzt, so grotesk die Realität.

Der Film handelt von der großen Sinnlosigkeit von all dem, dass man aus all dem Leid nichts gewinnen könnte. Es handelt vom absurden Befehlston, grotesken Vorschriften und der brutalen Hierarchie innerhalb der italienischen Armee. Massen an eigenen Soldaten werden erschossen, um die irgendwo verlorene „Disziplin“ aufrechtzuerhalten. Dies hat wohl nichts mit militärischer Logik, doch mehr mit der Starrsinnigkeit inkompetenter Offiziere zu tun, welche Prestige und Gehorsam über das Leben der ihnen anvertrauten Männer stellen.

Es ist kein leichter Film. Er klagt auch nicht den Krieg selbst an, sondern legt mehr die Schuld bei denen offen, die ihn führten und dabei die Leben von Hunderttausenden ihrer Soldaten opferten. Durch seine Klarheit, wirkt Bataillon der Verlorenen beinahe zu grotesk, um wahr zu sein, was jedoch nur seine Ausdrucksstärke unterstreicht. Das Bild des heroischen Soldaten wird gebrochen und das Bild richtet sich nun auf das Leiden und die Ohnmacht der Masse, die von unfähigen Generälen fast ausschließlich geopfert wurde.

ENGLISH VERSION

Italy enters the war on May 23, 1915. The so far neutral country had been an ally of Germany and Austria for decades, but Great Britain and France promise Italy the cities of Trento and Trieste, which lie on Austrian territory, and Italy switches sides. A patriotic zeal swept through Italy. The nationalist poet Gabriele D'Annunzio adds fuel to the anti-Austrian fervor:
"You are the raging spark of the sacred conflagration. May your voices be a single flaming outcry. Italy! Italy!"

But the young Italians have no idea what hardships await them on the Alpine front. The conditions in the Alps are extreme. The front runs through rocky summits, tight valleys and high mountains - an almost impenetrable bulwark that demoralizes attackers and defenders alike.

Most of the Italian soldiers are farmers, some are workers. Their supreme commander is General Luigi Cadorna, who leads the army with a ruthless hand. Rigid and often inflexible tactics are used to force a breakthrough. Time and again, he ordered frontal attacks in which hundreds of thousands perished without any noticeable advance. The only consequence was a tremendous slaughter, with the Italians losing around one million men killed, wounded and captured between 1915 and 1917.

This suffering was accompanied by the brutality of their own leadership. Cadorna was notorious for his disciplinary measures, whereby desertion or retreat was often met with mass executions. Countless people were sentenced to death without any legal basis. Cadorna had officers executed who had ordered their units to retreat. As a warning. But not only them. A total of 750 soldiers were executed, a sad record in the First World War.

Day after day, the soldiers have to accomplish unimaginable tasks. They drag their cannons up mountains up to 3000 meters high. In 1917, the Italian front in the so-called Mountain War stretched right across the Alps, over 600 km as the crow flies. As in the rest of Europe, the war in the Alps was fought with barbed wire and out of trenches. The difference: the trenches here are made of snow and ice. Approaching from the mountains, German and Austrian troops break through the front line. In the town of Caporetto, they inflict a crushing defeat on the Italians. Within a few days, the front collapses, entire divisions surrender and around 300,000 Italians are taken prisoner. In ten days, they advance almost 100 kilometers. Anti-war voices became increasingly louder and the allies feared that Italy might withdraw from the alliance. Only with a new 100,000 men in support, consisting of French and British soldiers, could the Central Powers be pushed back again and prevented from invading Venice.

Despite everything, the number of casualties at the end of the war was well over 2 million. Including around 650,000 Italians dead.

For Italy on the Alpine front, the war was characterized by immovable mountains, rigid command structures and unspeakable losses - a struggle that was decided more by attrition than by victories.

Many Wars Ago is not a war film in the conventional sense, it doesn't just show the soldiers fighting and dying, it shows more than the sheer horror that war brings with it, it illustrates the Alpine front in the First World War in all its absurdity and institutional cruelty. We see the front in the Dolomites, which is indeed one of the bloodiest theaters of war, but one that is often overlooked in the culture of remembrance. We see how our own soldiers are betrayed and truly devoured. The film is not a war story, but a tribunal. It is not the Austrians in the mountains who are accused, but their own generals.

With the camera, we are trapped together with the soldiers on these battlefields. In claustrophobic closeness, we wait with them in the trenches, surrounded by mud, snow, cold and hard rock. Long camera shots emphasize the torturous waiting, the eternal silence, until it is time to jump out of the trench again and run straight into enemy machine gun fire. When attacks are shown outside the tormenting monotony, the staging escalates into absurd chaos: Men run into machine gun fire, bayonets against steel, bodies against rocks. No hero, no victory - just the silencing of the masses. You might think the director is exaggerating, but the very authentic original remains accurate, although it borders on surrealism itself, so grotesque is the reality.

The film is about the great meaninglessness of it all, that nothing could be gained from all the suffering. It is about the absurd tone of command, grotesque instructions and the brutal hierarchy within the Italian army. Masses of their own soldiers are shot in order to maintain the "discipline" that has been lost elsewhere. This certainly has nothing to do with military logic, but more with the rigidness of incompetent officers who put prestige and obedience above the lives of the men entrusted to them.

It is not an easy film. Nor does it accuse the war itself, but rather exposes the guilt of those who waged it and sacrificed the lives of hundreds of thousands of their soldiers in the process. Through its transparency, Many Wars Ago seems almost too grotesque to be true, which only emphasizes its depth of expression. The image of the heroic soldier is broken and the focus is now on the suffering and powerlessness of the masses, who were almost entirely sacrificed by incompetent generals.
GERMAN VERSION (english below)
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Am 23. Mai 1915 tritt Italien in den Krieg ein. Das bisher neutrale Land war seit Jahrzehnten ein Verbündeter Deutschlands und Österreichs, aber Großbritannien und Frankreich versprechen Italien die auf österreichischem Gebiet liegenden Städte Trient und Triest und Italien wechselt die Seiten. Ein patriotischer Eifer fegt durch Italien. Der nationalistische Dichter Gabriele D‘Annunzio heizt die Anti-österreichische Stimmung zusätzlich an:
„Ihr seid der tobende Funke der heiligen Feuersbrunst. Mögen eure Stimmen ein einziger flammender Aufschrei sein. Italien! Italien!“

Doch die jungen Italiener wissen nicht, welche Strapazen an der Alpenfront auf sie warten werden. In den Alpen herrschen extreme Bedingungen. Die Front verläuft durch schroffe Gipfel, enge Täler und Hochgebirge - ein fast undurchdringliches Bollwerk, das Angreifer und Verteidiger gleichermaßen zermürbt.

Die meisten der Italienischen Soldaten sind Bauern, einige sind Arbeiter. Ihr oberster Kommandeur ist der General Luigi Cadorna, der die Armee mit gnadenloser Hand führt. Mit starren und oft unflexiblen Taktiken soll der Durchbruch erzwungen werden. Immer wieder befiehlt er Frontalangriffe, wo Hunderttausende, ohne merkliche Frontverschiebung, zugrunde gehen. Folgen konnte ausschließlich ein gewaltiges Massensterben, wobei die Italiener zwischen 1915 und 1917 rund eine Million Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen verloren.

Zu diesem Leid kommt die Härte der eigenen Führung. Cadorna war berüchtigt für seine Disziplinarmaßnahmen, wobei Desertion oder Rückzug nicht selten mit Massenhinrichtungen beantwortet wurde. Ohne Rechtsgrundlage werden unzählige zum Tode verurteilt. Cadorna lässt Offiziere exekutieren, die ihren Einheiten den Rückzug befohlen haben. Zur Abschreckung. Aber nicht nur sie. Insgesamt werden 750 Soldaten hingerichtet, ein trauriger Rekord im Ersten Weltkrieg.

Tag für Tag müssen die Soldaten unfassbares leisten. Ihre Kanonen schleppen sie auf bis zu 3000 Meter hohe Berge. Die italienische Front im sogenannten Gebirgskrieg erstreckt sich 1917 quer durch die Alpen, über 600 km Luftlinie. Wie in ganz Europa wird der Krieg auch in den Alpen mit Stacheldraht und aus Schützengräben heraus geführt. Der Unterschied: die Gräben bestehen hier aus Schnee und Eis. Aus den Bergen kommend durchbrechen deutsche und österreichische Truppen die Front. In der Stadt Caporetto bringen sie den Italienern eine vernichtende Niederlage bei. Binnen weniger Tage zerfällt die Front, ganze Divisionen ergeben sich und rund 300.000 Italiener geraten in Gefangenschaft. In zehn Tagen rücken sie fast 100 Kilometer vor. Stimmen gegen den Krieg werden immer lauter und die Verbündeten befürchten schon, dass sich Italien aus der Allianz der Alliierten zurückziehen könnte. Erst mit neuen 100.000 Mann zur Unterstützung, bestehend aus französischen und britischen Soldaten, können die Mittelmächte erst wieder zurückgedrängt werden und vom Einmarsch in Venedig abgehalten werden.

Trotz allem beträgt die Verlustzahl am Ende des Krieges weit über 2 Millionen. Darunter etwa 650.000 italienische Gefallene.

So war der Krieg für Italien an der Alpenfront geprägt von unbeweglichen Gebirgen, starren Kommandostrukturen und unsagbaren Verlusten – ein Ringen, das mehr durch Zermürbung als durch Siege entschieden wurde.

Bataillon der Verlorenen ist kein Kriegsfilm im herkömmlichen Sinne, er zeigt nicht nur das kämpfen und sterben der Soldaten, er zeigt mehr als den bloßen Schrecken, den der Krieg mit sich bringt, er veranschaulicht die Alpenfront im Ersten Weltkrieg in seiner ganzen Sinnlosigkeit und institutionellen Grausamkeit. Wir sehen die Front in den Dolomiten, welche tatsächlich eine der blutigsten, aber in der Erinnerungskultur oft verdrängten Kriegsschauplätze darstellt. Wir sehen, wie die eigenen Soldaten verraten und wahrlich verschlissen werden. Der Film ist keine Kriegsgeschichte, sondern ein Tribunal. Angeklagt sind nicht die Österreicher im Gebirge, sondern die eigenen Generäle.

Mit der Kamera sind wir mit den Soldaten zusammen auf diesen Schlachtfeldern gefangen. In klaustrophobischer Enge harren wir mit ihnen in den Gräben aus, umgeben von Schlamm, Schnee, Kälte und hartem Fels. Lang währende Kameraeinstellungen betonen das qualvolle Warten, die ewige Stille, bis es wieder heißt, aus dem Schützengraben zu springen und geradewegs in das feindliche Maschinengewehrfeuer zu rennen. Wenn Angriffe außerhalb der quälenden Monotonie gezeigt werden, bricht die Inszenierung in ein absurdes Chaos aus: Männer rennen ins Maschinengewehrfeuer, Bajonette gegen Stahl, Körper gegen Felsen. Kein Held, kein Sieg - nur das Verstummen der Masse. Man könnte glauben der Regisseur übertreibe, doch die sehr wohl authentische Vorlage bleibt wahrheitsgemäß, obwohl sie selbst schon an Surrealismus grenzt, so grotesk die Realität.

Der Film handelt von der großen Sinnlosigkeit von all dem, dass man aus all dem Leid nichts gewinnen könnte. Es handelt vom absurden Befehlston, grotesken Vorschriften und der brutalen Hierarchie innerhalb der italienischen Armee. Massen an eigenen Soldaten werden erschossen, um die irgendwo verlorene „Disziplin“ aufrechtzuerhalten. Dies hat wohl nichts mit militärischer Logik, doch mehr mit der Starrsinnigkeit inkompetenter Offiziere zu tun, welche Prestige und Gehorsam über das Leben der ihnen anvertrauten Männer stellen.

Es ist kein leichter Film. Er klagt auch nicht den Krieg selbst an, sondern legt mehr die Schuld bei denen offen, die ihn führten und dabei die Leben von Hunderttausenden ihrer Soldaten opferten. Durch seine Klarheit, wirkt Bataillon der Verlorenen beinahe zu grotesk, um wahr zu sein, was jedoch nur seine Ausdrucksstärke unterstreicht. Das Bild des heroischen Soldaten wird gebrochen und das Bild richtet sich nun auf das Leiden und die Ohnmacht der Masse, die von unfähigen Generälen fast ausschließlich geopfert wurde.

ENGLISH VERSION

Italy enters the war on May 23, 1915. The so far neutral country had been an ally of Germany and Austria for decades, but Great Britain and France promise Italy the cities of Trento and Trieste, which lie on Austrian territory, and Italy switches sides. A patriotic zeal swept through Italy. The nationalist poet Gabriele D'Annunzio adds fuel to the anti-Austrian fervor:
"You are the raging spark of the sacred conflagration. May your voices be a single flaming outcry. Italy! Italy!"

But the young Italians have no idea what hardships await them on the Alpine front. The conditions in the Alps are extreme. The front runs through rocky summits, tight valleys and high mountains - an almost impenetrable bulwark that demoralizes attackers and defenders alike.

Most of the Italian soldiers are farmers, some are workers. Their supreme commander is General Luigi Cadorna, who leads the army with a ruthless hand. Rigid and often inflexible tactics are used to force a breakthrough. Time and again, he ordered frontal attacks in which hundreds of thousands perished without any noticeable advance. The only consequence was a tremendous slaughter, with the Italians losing around one million men killed, wounded and captured between 1915 and 1917.

This suffering was accompanied by the brutality of their own leadership. Cadorna was notorious for his disciplinary measures, whereby desertion or retreat was often met with mass executions. Countless people were sentenced to death without any legal basis. Cadorna had officers executed who had ordered their units to retreat. As a warning. But not only them. A total of 750 soldiers were executed, a sad record in the First World War.

Day after day, the soldiers have to accomplish unimaginable tasks. They drag their cannons up mountains up to 3000 meters high. In 1917, the Italian front in the so-called Mountain War stretched right across the Alps, over 600 km as the crow flies. As in the rest of Europe, the war in the Alps was fought with barbed wire and out of trenches. The difference: the trenches here are made of snow and ice. Approaching from the mountains, German and Austrian troops break through the front line. In the town of Caporetto, they inflict a crushing defeat on the Italians. Within a few days, the front collapses, entire divisions surrender and around 300,000 Italians are taken prisoner. In ten days, they advance almost 100 kilometers. Anti-war voices became increasingly louder and the allies feared that Italy might withdraw from the alliance. Only with a new 100,000 men in support, consisting of French and British soldiers, could the Central Powers be pushed back again and prevented from invading Venice.

Despite everything, the number of casualties at the end of the war was well over 2 million. Including around 650,000 Italians dead.

For Italy on the Alpine front, the war was characterized by immovable mountains, rigid command structures and unspeakable losses - a struggle that was decided more by attrition than by victories.

Many Wars Ago is not a war film in the conventional sense, it doesn't just show the soldiers fighting and dying, it shows more than the sheer horror that war brings with it, it illustrates the Alpine front in the First World War in all its absurdity and institutional cruelty. We see the front in the Dolomites, which is indeed one of the bloodiest theaters of war, but one that is often overlooked in the culture of remembrance. We see how our own soldiers are betrayed and truly devoured. The film is not a war story, but a tribunal. It is not the Austrians in the mountains who are accused, but their own generals.

With the camera, we are trapped together with the soldiers on these battlefields. In claustrophobic closeness, we wait with them in the trenches, surrounded by mud, snow, cold and hard rock. Long camera shots emphasize the torturous waiting, the eternal silence, until it is time to jump out of the trench again and run straight into enemy machine gun fire. When attacks are shown outside the tormenting monotony, the staging escalates into absurd chaos: Men run into machine gun fire, bayonets against steel, bodies against rocks. No hero, no victory - just the silencing of the masses. You might think the director is exaggerating, but the very authentic original remains accurate, although it borders on surrealism itself, so grotesque is the reality.

The film is about the great meaninglessness of it all, that nothing could be gained from all the suffering. It is about the absurd tone of command, grotesque instructions and the brutal hierarchy within the Italian army. Masses of their own soldiers are shot in order to maintain the "discipline" that has been lost elsewhere. This certainly has nothing to do with military logic, but more with the rigidness of incompetent officers who put prestige and obedience above the lives of the men entrusted to them.

It is not an easy film. Nor does it accuse the war itself, but rather exposes the guilt of those who waged it and sacrificed the lives of hundreds of thousands of their soldiers in the process. Through its transparency, Many Wars Ago seems almost too grotesque to be true, which only emphasizes its depth of expression. The image of the heroic soldier is broken and the focus is now on the suffering and powerlessness of the masses, who were almost entirely sacrificed by incompetent generals.
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chiara
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Elisa Faustini
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Jan
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