Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. ist eine aufschlussreiche Dokumentation über ein verschwiegenes Kapitel der Schweizer Geschichte im Zweiten Weltkrieg. Der Film enthält Interviews mit Brüdern, Kameraden und weiteren Wegbegleitern von Ernst Schrämli und bettet dessen schweres Schicksal in den politischen Kontext ein und erklärt in was für einer Spannung die Schweiz, umgeben von faschistischen Mächten, war.
Schrämli war ein widerspenstiger und arbeitsscheuer Mann. Als ihm ein Beamter des deutschen Konsulats das Angebot zur Spionage unterbreitete, sah er das leicht verdiente Geld oder die Möglichkeit auf ein deutsches Visum und lieferte diesem Artillerie- und Panzergranaten aus einem unbewachten Munitionsdepot der Armee. Ernst Schrämli wurde infolgedessen zum Tode verurteilt und am 11. November 1942 in Oberuzwil erschossen.
Insgesamt wurden sechzehn solcher Todesurteile vollstreckt. Die Dokumentation stellt jedoch infrage, ob diese Urteile verhältnismässig waren, da es andere Leute gab, deren Verrat die Schweiz stärker gefährdeten, aber ungestraft blieben. Beispielsweise wurde der Waffenhandel im industriellen Ausmass von Emil Georg Bührle toleriert. Oder die Bundesräte und Offiziere die öffentlich ihre Sympathie für den deutschen Faschismus kuntgaben. Der Film kommt zum Schluss, dass die Schweiz wohlmöglich an den kleinen Leuten, die keinen Namen hatten und niemanden an deren Seite stand um ihnen zu helfen, ein Exempel statuierten.
Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. ist eine aufschlussreiche Dokumentation über ein verschwiegenes Kapitel der Schweizer Geschichte im Zweiten Weltkrieg. Der Film enthält Interviews mit Brüdern, Kameraden und weiteren Wegbegleitern von Ernst Schrämli und bettet dessen schweres Schicksal in den politischen Kontext ein und erklärt in was für einer Spannung die Schweiz, umgeben von faschistischen Mächten, war.
Schrämli war ein widerspenstiger und arbeitsscheuer Mann. Als ihm ein Beamter des deutschen Konsulats das Angebot zur Spionage unterbreitete, sah er das leicht verdiente Geld oder die Möglichkeit auf ein deutsches Visum und lieferte diesem Artillerie- und Panzergranaten aus einem unbewachten Munitionsdepot der Armee. Ernst Schrämli wurde infolgedessen zum Tode verurteilt und am 11. November 1942 in Oberuzwil erschossen.
Insgesamt wurden sechzehn solcher Todesurteile vollstreckt. Die Dokumentation stellt jedoch infrage, ob diese Urteile verhältnismässig waren, da es andere Leute gab, deren Verrat die Schweiz stärker gefährdeten, aber ungestraft blieben. Beispielsweise wurde der Waffenhandel im industriellen Ausmass von Emil Georg Bührle toleriert. Oder die Bundesräte und Offiziere die öffentlich ihre Sympathie für den deutschen Faschismus kuntgaben. Der Film kommt zum Schluss, dass die Schweiz wohlmöglich an den kleinen Leuten, die keinen Namen hatten und niemanden an deren Seite stand um ihnen zu helfen, ein Exempel statuierten.